Spielzeug und Spiele nehmen einen wichtigen Platz im Leben von Kindern ein. Sie regen ihre Fantasie an, fördern ihre kognitive und soziale Entwicklung und begleiten sie in den schönsten Momenten ihrer Kindheit. Ob Holzspielzeug, Plüschtiere, Figuren, Rollenspiele, Konstruktionsspiele, Motorikspiele oder Spiele für draußen. In einem Umfeld, in dem die Verbraucher, insbesondere Eltern, immer anspruchsvoller werden, war die Verantwortung der Spielzeughersteller noch nie so groß wie heute. Wir gehen näher darauf ein.
Dies ist die wichtigste Verantwortung für Hersteller und Marken von Spielzeug. Jedes Spielzeug muss ein Höchstmaß an Sicherheit bieten. Es muss für Kinder ungefährlich sein, auch wenn diese oft nicht unter ständiger Aufsicht eines verantwortlichen Erwachsenen stehen. In Europa wird die Sicherheit von Spielzeug durch die Richtlinie 2009/48/EG geregelt.
Auch als Spielzeugnorm bezeichnet, schreibt sie strenge Vorschriften hinsichtlich der mechanischen und physikalischen Eigenschaften vor. Dazu gehören beispielsweise das Fehlen kleiner abnehmbarer Teile für Kinder unter 3 Jahren, die absolute Festigkeit der Materialien und die perfekte Zugfestigkeit. Es dürfen keine giftigen Stoffe, Phthalate, Schwermetalle oder Allergene enthalten sein, um Gesundheitsrisiken zu minimieren. Drittens müssen die Entflammbarkeit und die Flammbeständigkeit den Vorschriften entsprechen, um die Gefahr von Bränden oder Verbrennungen zu begrenzen. Bei Spielzeug, das mit Batterien oder elektronischen Bauteilen betrieben wird, muss auch die elektrische Sicherheit optimal sein.
Diese Anforderungen gelten ab der Konzeption und während der gesamten Herstellungskette. Konformes Spielzeug ist mit dem CE-Zeichen (europäische Konformität) gekennzeichnet, das die vollständige Übereinstimmung mit den europäischen Normen garantiert.
Bevor Babyspielzeug und Kinderspielzeug auf den Markt kommt, muss es zahlreiche Tests durchlaufen. Diese werden von unabhängigen Zertifizierungsstellen oder intern beim Hersteller durchgeführt. Große Spielzeugmarken verfügen oft über eine eigene Qualitätsabteilung, die Tests durchführen kann. Diese betreffen beispielsweise die Stoß- und Verwindungsfestigkeit, die chemische Analyse von Farben und Kunststoffen, die Qualität der Montage und die Dichtheit.
Eltern und Verbraucher möchten heute wissen, woher das Spielzeug kommt und wie es hergestellt wird. Die Marken sind daher dafür verantwortlich, eine lückenlose Rückverfolgbarkeit vom Entwurf bis zur Auslieferung des Spielzeugs an die Geschäfte zu gewährleisten. Dies erfordert eine klare Identifizierung der Lieferanten und Produktionsstätten. Eine genaue logistische Nachverfolgung (Chargennummern, Barcodes, technische Datenblätter). Und die Möglichkeit eines schnellen Rückrufs im Falle eines Sicherheitsproblems.
Hersteller von Spielen und Spielzeug müssen gegenüber der Öffentlichkeit transparent kommunizieren. Ein Spielzeug darf keine Eigenschaften aufweisen, die es nicht besitzt. Es darf auch nicht für ein ungeeignetes Alter verkauft werden. Verpackungen, Gebrauchsanweisungen und Werbung dürfen niemals irreführende Informationen enthalten.

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Heutzutage begnügen sich Marken nicht mehr damit, Spielzeug herzustellen. Sie tragen zur Bildung und Vermittlung von Werten bei. Ein gut konzipiertes Spielzeug weckt die Neugier, fördert die Zusammenarbeit und entwickelt kognitive und emotionale Fähigkeiten. Viele Hersteller investieren beispielsweise in die Montessori-Pädagogik und andere pädagogische Ansätze. Und auch in MINT-Spiele (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), um Berufungen zu fördern. Oder in kooperative Spiele, die gegenseitige Hilfe statt Wettbewerb in den Vordergrund stellen.
Hersteller und Händler haben durch die Auswahl bestimmter Sortimente die Verantwortung, qualitativ hochwertiges Spielzeug zu fördern, das einen Sinn hat, anstatt rein kommerzielle oder stereotype Produkte.
Viele Spielzeuge werden in Ländern mit niedrigen Arbeitskosten hergestellt, insbesondere in Asien. Hersteller, Marken und Händler tragen daher eine moralische und soziale Verantwortung. Die Arbeiter, die die Spielzeuge herstellen, müssen würdig behandelt werden. Sie müssen angemessene Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten und Löhne haben. Kinderarbeit muss selbstverständlich verboten sein.
Eine verantwortungsbewusste Marke kann nicht länger ignorieren, was am anderen Ende ihrer Produktionskette geschieht. Die Verbraucher legen zunehmend Wert auf Maßnahmen, die Ethik und soziale Verantwortung miteinander verbinden.
Spielzeug spiegelt oft die Gesellschaft wider, in der es entwickelt wird. Marken spielen daher eine wichtige Rolle bei der Förderung von Vielfalt, Inklusion und Gleichberechtigung. Immer mehr Unternehmen bieten heute Puppen in verschiedenen Hautfarben, Körperformen und Geschlechtern an. Außerdem gibt es Spiele, die Vielfalt und Aufgeschlossenheit fördern. Und Spielzeug, das für Kinder mit Behinderungen geeignet ist. Diese Entscheidungen tragen dazu bei, schon von Kindheit an eine gerechtere Welt zu schaffen.
Die Herstellung von Spielzeug hat oft einen schlechten ökologischen Fußabdruck. Viel zu viele Modelle werden aus Kunststoff hergestellt, einem Derivat des Erdöls. Außerdem werden sie überwiegend am anderen Ende der Welt produziert. Sie haben daher auch einen schlechten CO2-Fußabdruck. Auch ihre Verpackungen sind nicht immer sehr umweltfreundlich. Die Marken haben daher die Verantwortung, bei der Entwicklung ihrer Produkte nachhaltige Ansätze zu integrieren.
Es sollte systematisch umgesetzt werden, indem nicht recycelbare Materialien eingeschränkt werden. Dabei sollten PEFC- und FSC-zertifiziertes Holz, Biokunststoffe oder recycelte Materialien bevorzugt werden. Verpackungen sollten keinen unnötigen Kunststoff enthalten. Recycelter Karton sollte bevorzugt werden. Die Abmessungen der Verpackungen sollten so weit wie möglich reduziert werden. Beim Transport ist es ebenfalls wichtig, die Transportwege zu begrenzen und zu bündeln. Außerdem sollten kurze Transportwege und die Kreislaufwirtschaft bevorzugt werden.
Die Herstellung und der Vertrieb von Spielzeug bringen eine große Verantwortung mit sich. Marken haben die Verantwortung, ethisch zu handeln und gesundes, sicheres, nachhaltiges, hochwertiges und lehrreiches Spielzeug anzubieten. Ihre Aufgabe geht mittlerweile über den einfachen Verkauf von Spielzeug hinaus. Sie tragen zum Aufbau einer gerechteren, grüneren und integrativeren Welt bei. Was wäre, wenn verantwortungsbewusstes Spielzeug morgen zur Norm statt zur Ausnahme würde?
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